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Abstract

Arbeitstitel: Untersuchung zur Veränderung der Prüfungskulturen vor dem Hintergrund der Kompetenzentwicklung im Prozess des Lebenslangen Lernens am Beispiel der Industriemeisterinnen und Industriemeister der Fachrichtung Metall- und Elektrotechnik.

Foto: Henry OsengerDie gegenwärtige Gesellschaft verändert sich von der Industriegesellschaft über die postindustrielle hin zur Informations- oder Wissensgesellschaft. Einher geht eine Wissensexplosion mit Paradigmenwechsel und paralleler Abwertung individuellen Wissens verbunden mit einem individuellen und gesellschaftlichen sozioökonomischen Wandel. Dem wird auch im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Rechnung getragen, welches unter anderem auch das Ziel verfolgt durch Lebenslangen Lernens eine fortschrittliche Wissensgesellschaft zu entwickeln.

Vor diesen Zusammenhängen gewinnt die Kompetenzentwicklung immer mehr an Bedeutung. Sowohl für die gesellschaftliche als auch für die individuelle Entwicklung. Um den gesellschaftlichen und individuellen Wandel von den Industrie- zur Wissensgesellschaft zu bewerkstelligen rückt auch die Aus- und Weiterbildung in den Vordergrund. Vorausgesetzt, das Individuum möchte am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben teilnehmen und teilhaben an der beispielsweise Verbesserung von beruflichen Chancen, bedingt dies eine permanente Auseinandersetzung mit dem laufenden Fortschritt sowie eine kontinuierliche Weiterbildung.

Durch diesen Wandel haben sich die Ansprüche an zu lehrenden und von den TeilnehmerInnen zu erwerbende Kompetenzen verändert, was zu Änderungen der Curricula führt und dies wiederum zu Veränderungen der Prüfungskulturen führt.

Hieraus lässt sich die Fragestellung ableiten wie dies umgesetzt wird und zu welchen konkreten Veränderungen führt dies bei schriftlichen und mündlichen Prüfungen und deren Kulturen? Wo liegen die Stärken und Schwächen von alten und neuen Prüfkulturen sowie deren Grenzen?

Methodologisch soll die Untersuchung mit Hilfe der Gegenstandsverankerten Theoriebildung (Grounded Theory) erfolgen. Die Theoriebildung erfolgt Mittels ExpertInneninterviews, die anschließend kodiert und ausgewertet werden.

ExpertInnen sind in diesem Fall:

  • die MitgliederInnen der Aufgabenerstellungskommission des Bundes aus SH sowie
  • die PrüfungsausschussmitgliederIinnen der Kammerbezirke in Schleswig-Holstein.

Der Interviewleitfaden orientiert  sich am alten und neuen Kompetenzkatalog und dessen prüfungstechnischer Umsetzung. Die Auswertung der Interviews kristallisiert dann den Unterschied und die Veränderungen heraus und gibt Aufschluss über die Prüfungskultur.

Dies erlaubt dann eine Reflexion über Anspruch und Wirklichkeit der institutionellen Ausbildungsziele und liefert möglicherweise Anregungen zur weiteren Qualitätssteigerung.

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